Arbeit in Luxemburg: Die Motivation der Arbeitnehmer droht weiter zu sinken
Am 15. Juni hat die luxemburgische Abgeordnetenkammer den von einer dreigliedrigen Kommission vorgeschlagenen Solidaritätspakt angenommen. Im Gegenzug für ein neunmonatiges Einfrieren des Indexes sollen einkommensschwache Einwohner und Grenzgänger eine direkte Unterstützung von 84 Euro pro Monat erhalten. Diese Vereinbarung gibt Hoffnung, die Wirtschaftskrise abwenden zu können, doch die soziale Krise aufgrund von Armut und Arbeitskräftemangel bleibt latent bestehen.

Nach acht Wochen angespannter Verhandlungen verabschiedete die luxemburgische Abgeordnetenkammer mit 52 zu 8 Stimmen den von der Tripartite vorgeschlagenen Solidaritätspakt, um die Folgen der heftig steigenden Inflation einzudämmen. Der Index, der die Löhne und Gehälter automatisch an die Inflation anpasst, sobald diese 2,5 % übersteigt, wird "fiktiv" ab Juli nächsten Jahres für eine Dauer von neun Monaten ausgelöst. Die Auszahlung wird frühestens im April 2023 erfolgen, während das großherzogliche Statistikamt Statec eine weitere Tranche ab Juli nächsten Jahres plant. Die letzte Anpassung passierte am 1. April dieses Jahres. Die Vertreter der Unternehmen versicherten, dass sie nicht in der Lage seien, zwei oder sogar drei aufeinanderfolgende Indexe innerhalb eines Jahres zu verkraften. Als Ausgleich wird die Regierung den Arbeitnehmern, Auszubildenden und Rentnern mit den niedrigsten Einkommen eine steuerfreie Direktbeihilfe von 84 Euro pro Monat gewähren.
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© André Faber